13 Tipps, wie dein E-Mail-Marketing erfolgreich wird • Katja Gersdorf

E-Mail-Marketing – 13 Tipps, damit dein Newsletter erfolgreich wird

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt wird festgestellt haben, dass ich gerne auf E-Mail-Marketing verweise. Damit auch dein E-Mail-Marketing richtig Fahrt aufnimmt, verrate ich dir heute meine besten Tipps.

Nutze ein E-Mail-Marketing Tool

Damit gewisse Abläufe automatisiert ablaufen, ist auch bei einer kleinen Empfängerliste ein Tool sehr hilfreich. Zum einen werden alle Emails zeitgleich versendet und zum anderen sind die meisten Tools auf den wichtigsten Whitelists weltweit gelistet und gelten somit als vertrauenswürdig. Welche immer Marketing Tools es gibt, werde ich in einem weiteren Blog erläutern. Wichtig ist sicherlich, dass die wichtigsten Funktionen (z.B. A/B Test, DSGVO konform, Segmentierungsfunktion, um Zielgruppengenau zu versenden) vorhanden sind.

Call-to-Action

Da ein Newsletter nicht nur eine reine infoquelle sein sollte, sondern die Leser auch zu einer gezielten Handlung motivieren soll ist ein guter Call-to-Action unabdingbar.

Ein Call-to-Action sollte daher folgende Eigenschaften haben:

  • Kurze und prägnante aktive Sprache („Jetzt bestellen“)
  • Dringlichkeit auslösen („Nur heute zum Sonderangebot“)
  • Call-to-Action sollte sich immer farblich absetzen -> Kontrastfarben verwenden
  • Call-to-Action sollte im oberen Drittel platziert sein

Beispiel:

„Jetzt Frühbucherpreis sichern“ 200€ sparen bei Anmeldung bis 10.10.2021

Rechtliche Grundlagen beachten

Mit der Einführung der DSGV haben sich auch die Anforderungen an einen rechtlich einwandfreien Newsletter geändert. Um diesen rechtlich korrekt zu gestalten, solltest du einige wichtige Punkte beachten. Welche dies im Einzelnen sind habe ich in meinem Blog bereits ausführlich erläutert.

Versetze dich in deine Abonnenten

Gerade bei der Themenauswahl solltest du regelmäßig die Position des Abonnenten einnehmen, denn nichts motiviert Abonnenten mehr einen Newsletter abzubestellen, wenn er keine relevanten Themen hatte. Warte da immer im Hinterkopf, warum die Abonnenten deine Newsletter abonniert haben. Welchen Mehrwert erwarten sie von dir? Wenn du dies weißt, lässt sich auch ein guter Content erstellen.

Die Betreffzeile entscheidet

Direkt in den Papierkorb oder öffnen ansehen? Darüber entscheidet oftmals schon eine unwiderstehliche Betreffzeile. Bereits 2017 fand man heraus, dass Emails mit personalisierten Betreffzeilen um 50% häufiger geöffnet werden. Und obwohl dies nun schon seit längerer Zeit bekannt ist, verfügen nur ca. 2% aller Emails über diese. Außerdem wurde ermittelt, dass die ideale Betreffzeile 43 Zeichen lang ist. Daher sollte die Betreffzeile auch kurz und knackig formuliert sein. Doch es gibt auch Wörter, welche die Spamfilter triggern. Diese solltest du bestmöglich vermeiden.

E-Mail-Marketing: keine Spamwörter in Betreffzeile

Der aussagekräftige Absender

Gerade im Onlinebusiness ist Vertrauen ein sehr hohes Gut. Um den Vertrauensfaktor von deinen E-Mails zu erhöhen, solltest du immer einen aussagekräftigen Absender mit angeben. Bitte verzichte unbedingt auf eine Dont-answer-Absender. Der Newsletter sollte immer von einer E-Mail-Adresse aus versendet werden, wo es dir möglich ist, auch Antworten zu empfangen. Was jedoch nur Sinn macht, wenn auch jemand diese eingehenden E-Mails liest. Immer häufiger wird auch der Name des Ansprechpartners von einem Unternehmen als Absender hinterlegt. Dies wirkt nochmal etwas persönlicher und vertrauenserweckender als der bloße Firmenname.

Überzeugender Preheader-Bereich

Immer mehr E-Mail-Programme zeigen im Posteingang die ersten Zeilen der E-Mail (Preheader genannt) an. Dies solltest du dir zu nutzen machen und auch den Preheader-Bereich entsprechend ansprechend formulieren.

Preheader sinnvoll im E-Mail-Marketing einsetzen

Unterschätze nicht die Kosten

Immer wieder gibt es den Irrglauben, dass E-Mail-Marketing günstiger sei als Printmedien. Ob dies tatsächlich der Fall ist, muss individuell angeschaut werden. Denn es muss Zeit und Energie investiert werden, da du auch erstmal Newsletter-Anmeldungen sammeln musst. Auch das regelmäßige Schreiben von Newslettern bedarf Zeit.

Und auch die Installation/ Konfiguration von Newsletter-Tools bedarf eventuell die Unterstützung einer externen Agentur oder eines Freelancers. Dies sind sicherlich einmalige Kosten, trotzdem musst du die entsprechenden Ressourcen erstmal dafür zur Verfügung stellen.

Frequenzen definieren

Es ist sicherlich nicht so einfach die Häufigkeit des Newsletters zu definieren. Denn zum einen sollten deine Abonnenten zeitnah über Neuigkeiten und Angebote informiert werden. Doch zu viele Emails führen zu Abmeldungen. Um dem entgegen zuwirken, könntest du deinen Abonnenten auch die Möglichkeit geben, die Häufigkeit selber zu steuern. Da viele E-Mail-Tools bereits über Tags verfügen, könntest du mit Hilfe dieser, deine Empfänger entsprechend selektieren. Über die Tags könnten deine Abonnenten nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die, für sie relevanten Themen selbst steuern.

Beispiel:

Nehmen wir an, du versendest 3x wöchentlich zu den Themen A, B und C einen Newsletter. Mithilfe der Tags wäre es deinem Abonnenten jedoch möglich, genau zu definieren, dass er nur noch 1x im Monat zum Thema A einen Newsletter erhalten möchte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich von deinem Newsletter abmeldet, würde sich dadurch drastisch reduzieren.

Der Versandzeitpunkt

Nach der Häufigkeit ist auch der Zeitpunkt des Versendens ein großer Faktor für den Erfolg deines Newsletters. Wann der ideale Versandzeitpunkt ist, darüber streiten die Experten. Daher schlage ich immer einen A/B Test vor. So lässt sich für jeden E-Mail-Verteiler der beste Zeitpunkt ermitteln. Wenn es um die richtigen Tage geht, so hat sich bisher gezeigt das Wochenende eher ungeeignet ist. Die meisten Newsletter werden morgens bzw. vormittags geöffnet.

Optimierung für Mobil-Nutzer

Und da wären wir auch schon bei dem nächsten großen Thema: Denn der Großteil der Newsletter-Empfänger im DACH-Raum lesen ihre Emails auf Mobiltelefone oder Tablets. Daher ist es unumgänglich, dass dein Newsletter folgende Kriterien erfüllt:

  • Sei sparsam mit Bildern und Videos
  • Verwende ein responsives Design als Vorlage
  • Wichtige Infos sollten immer am Anfang stehen (Preheader-Bereich)
  • Verfasse eher kurze Abschnitte
  • Achte auf die Klickbarkeit deines Call-To-Action-Buttons
  • Strukturiere deine Newsletter übersichtlich

Kennzahlen analysieren

Wie bei allen Sachen im Online-Business, solltest du auch beim E-Mail-Marketing deine Kennzahlen kennen. Und auch aktiv daran arbeiten, sie zu optimieren. Doch was sind die typischen Kennzahlen beim Newsletter?

Zustellrate

Die Zustellrate gibt prozentual an, wieviel der versendeten E-Mails tatsächlich zugestellt wurden. Doch nur weil deine E-Mails vom jeweiligen Server empfangen wurden, heißt dies noch nicht, dass sie auch im Postfach deines Abonnenten gelandet sind. Denn an dieser Stelle könnten sich auch noch Spamfilter einschalten und deinen Newsletter als Spam markieren.

Die Zustellrate sollte stets über 95% liegen.

Bouncerate

Bounces (auch Rückläufer) sind Nachrichten, die nicht zugestellt werden können und deshalb mit einer Fehlermeldung an dich zurückgeschickt werden. Hierbei wird zwischen Hard- und Soft-Bounces unterschieden. Hard-Bounces ergeben sich aus permanenten Zustellfehlern (z. B. „Postfach existiert nicht“), während Soft-Bounces auf vorübergehende Probleme hinweisen (z. B. „Postfach ist voll“).

Die Bouncerate ist der prozentuale Anteil der nicht zugestellten E-Mails, bezogen auf die Gesamtzahl aller versendeten E-Mails. Die Bouncerate und die Zustellrate ergänzen sich zu 100 %.

Öffnungsrate

Die Öffnungsrate gibt Aufschluss darüber, wie vertrauenswürdig du als Absender bist. Und wie ansprechend deine Betreffzeile formuliert wurde.

Sie setzt sich aus der Anzahl aller Öffnungen, dividiert durch die Gesamtzahl der zugestellten E-Mails (Empfänger abzgl. Bounces) zusammen. Die Messung erfolgt meist durch eine unsichtbar in das E-Mail-HTML integrierte Grafik („Trackingpixel“).

Bei Öffnungen wird zwischen den absoluten Öffnungen und den Unique-Öffnungen unterschieden. Beim erstgenannten werden alle Öffnungen, auch Mehrfach-Öffnungen eines Empfängers, mitgezählt. Bei den Unique-Öffnungen wird nur die erste Öffnung gezählt.

Click Through Rate

Die Click Trough Rate ist eine gute Kennzahl für die Attraktivität von Angeboten und Inhalten. Sie gibt an, wieviele Abonnenten auf einen Call-to-Action geklickt haben.

Bei der Click Trough Rate wird der prozentuale Anteil aller Klicks auf die Empfängerzahl (abzüglich der Bounces) ermittelt. Alle Links im Mailing werden durch die E-Mail-Marketing-Software mit einem Tracking versehen. Natürlich können für jeden Link die einzelnen Klicks gemessen werden, um eine genauere Performance-Analyse der Mailing-Inhalte vorzunehmen.

Ebenso wie bei der Öffnungsrate wird zwischen der absoluten und der uniquen Click-Trough-Rate unterschieden.

Return on Investment

Beim Return on Investment (ROI) werden der erzielte Gewinn und das eingesetzte Kapital in Relation zueinander gesetzt. Der ROI ermöglicht somit eine Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs deines E-Mail-Marketings. Beim Ermitteln des Gewinns spielen die Umsätze mit hinein, die deiner Kampagne direkt zugeordnet werden können. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Angebot geklickt und daraufhin direkt gekauft wurde.

Öffnungsfaktor

Dieser Wert zeigt, wie häufig einzelne Empfänger deine Nachricht öffneten. Also das Verhältnis von allen (oder absoluten) Öffnungen zu uniquen Öffnungen (den „Öffnern“). Ein Wert von 2 signalisiert, dass ein Öffner im Schnitt zweimal öffnete. Grundsätzlich: Je höher der Öffnungsfaktor, desto höher ist der Nutzwert der versandten Informationen und Werbebotschaften.

Ein hoher Quotient ist auch ein starker Hinweis dafür, dass deine E-Mails häufig an Freunde, Familienangehörige oder Arbeitskollegen weitergeleitet wurden.

Abmelderate

Die Abmelderate zeigt, wie viele deiner Empfänger sich nach dem Versand deines Newsletters abmelden. Hierbei werden alle verbuchten Abmeldungen zu allen zugestellten Nachrichten ins Verhältnis gesetzt. Generell kann man sagen, dass eine Abmelderate von über 1 % ein deutlicher Hinweis dafür ist, dass dein Newsletter zu oft versendet wird, einen zu hohen Werbedruck erzeugt oder die Erwartungen deiner Leser nicht erfüllt.

Vergiss nicht zu testen

Natürlich unterliegt auch das E-Mail-Marketing einem stetigen Wandel. Die Vorlieben deiner Abonnenten könnten sich verändern, aber auch die Spamfilter werden immer intelligenter. Wenn du also E-Mail Marketing erfolgreich betreiben möchtest, solltest Du auf diese Veränderungen möglichst schnell reagieren können.

Daher rate ich meinen Kunden immer, ihre Newsletter selbst regelmäßig zu überprüfen. Denn nichts ist ärgerlicher als einen Newsletter zu versenden, wo sich Fehler eingeschlichen haben. Überprüfe daher deinen Newsletter immer mit verschiedenen E-Mail-Programmen und auch auf Mobiltelefonen/ Tablets. So kannst du sicherstellen, dass dein Newsletter erfolgreich überall zugestellt und auch korrekt angezeigt wird.

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